Die Dokumentaristen Ben Russell und Guillaume Cailleau haben die ZAD über zwei Jahre hinweg regelmäßig besucht und schildern in DIRECT ACTION den naturnah organisierten Alltag der Bewohner:innen. Von der Darstellung Subsistenz sichernder Tätigkeiten, wie Care-Arbeit und Lebensmittelherstellung, gelangt der Film zu dezidiert politischen Aktionen, der Vorbereitung von Demonstrationen etwa. Dabei interessiert sich DIRECT ACTION weniger für die Motivationen der Akteur:innen als viel mehr für deren Verrichtungen in einem ganz materiellen Sinne: Was sind die konkreten Verhältnisse, unter denen sie vollzogen werden? Und wichtiger noch: welche Zeit nehmen sie in Anspruch? Hierin, also der Kopplung der Erzählgeschwindigkeit an die Echtzeit des Dargestellten, sowie in den statischen, präzise kadrierten Einstellungen wird die filmische Form selbst politisch.
Produktion
2024
Formate
2D
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